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Seminar »Klimastabilität historischer Gebäude« am 22. September 2017 im Kloster Benediktbeuern

Das Raumklima in historischen Gebäuden ist für die Nutzung wie auch für die Erhaltung von Ausstattung und Sammlungen von zentralem Interesse, denn durch ungünstiges Klima – z. B. durch zu hohe relative Luftfeuchten oder starke Klimaschwankungen – werden Kunstwerke Schritt für Schritt zerstört. Für den langfristigen Erhalt der Exponate ist das richtige Klima also essentiell. Grundlage für die Entwicklung klimatischer Konzepte für historische Räume ist eine eingehende Bestandsanalyse. Diese dient zusammen mit der Dokumentation der historischen Materialien, der Techniken und der Erhaltung als Grundlage für eine individuelle Risikobewertung und die Erarbeitung von Konzepten für die Präventive Konservierung.

Dabei steht die Präventive Konservierung im Mittelpunkt. Diese ist aber immer auch verknüpft mit Fragen des Bautenschutzes, der Energieeffizienz, des Komforts für Besucher und Nutzer wie auch generellen Fragen zur Umsetzbarkeit von Maßnahmen. Mit der hygrothermischen Simulationssoftware WUFI® Plus ist es möglich, verschiedene Klimatisierungsstrategien vorab zusimulieren. Klimatische Vorgänge werden damit nachvollziehbar und Auswirkungen von Maßnahmen können in Hinblick auf Nutzen, Risiken und Energiebedarf vorab eingeschätzt werden. Das Seminar will auch neue Wege aufzeigen, wie historische Gebäude schonend klimatisiert und die Bedingungen für die Erhaltung wertvoller Einrichtungen verbessert werden können.

 

PROGRAMMABLAUF

Referenten: Prof. Dr. Ralf Killian, Stefan Bichlmair

Termin: 22. September 2017

9:30–11:00 Uhr: Einführung: Wie funktioniert ein historisches Gebäude klimatisch?

11:00–11:15 Uhr: Pause

11:15–12:45 Uhr: Wie schädlich sind die wachsenden Besucherzahlen?

12:45–13:30 Uhr: Mittagessen

13:30–14:15 Uhr: Praktische Vorführung von Klimalösungen

14:15–15:45 Uhr: Aktive vs. passive Klimatisierungsstrategien

15:45–16:00 Uhr: Pause

16:00–17:15 Uhr: Ausgewählte Fallbeispiele und Lösungsvorschläge durch rechnerische Untersuchungen

Änderungen vorbehalten

Weitere Informationen

 

Organisation

Fraunhofer-Zentrum für Energetische
Altbausanierung und Denkmalpflege
Tabea Ries
Telefon: 8024 643-261
E-Mail: tabea.ries@ibp.fraunhofer.de


SEMINARREIHE »BAUPHYSIK IN DER DENKMALPFLEGE | KULTURERBE DAUERHAFT SICHERN UND BEWAHREN«

Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP betreibt in der Alten Schäfflerei des Klosters Benediktbeuern ein Fraunhofer-Zentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege, in dem Fachplaner, Handwerker, Denkmalpfleger, Entscheidungsträger, Bauherren und Interessierte die Möglichkeit haben, sich über Energieeffizienz im Bestand und in der Denkmalpflege zu informieren, beraten und weiterbilden zu lassen. Der Wissenstransfer zwischen Denkmalpflege, Baupraxis, Forschung und Industrie ist ebenso wie die Darstellung von Funktionsweisen innovativer und erprobter Materialien ein wichtiger Aspekt des Zentrums. Hierfür wird das Gebäude modellhaft unter energetischen und denkmalpflegerischen Gesichtspunkten instandgesetzt.

Mit unterschiedlichem Fokus werden dabei wesentliche Themen rund um Bauphysik, Energieeffizienz und denkmalpflegerische Maßnahmen an Bestandgebäuden und Baudenkmalen behandelt.

 

 


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