Myzel des Echten Hausschwamms im Mauerwerk Verband Privater Bauherren
Myzel des Echten Hausschwamms im Mauerwerk © Verband Privater Bauherren
  • 12.07.2017

VPB: In Altbauwohnungen haust auch mal der Schwamm

Eigentumswohnungen verkaufen sich zurzeit fast von alleine, zumindest in den großen Städten. Nicht nur Neubauten sind beliebt bei den Käufern, sondern auch restaurierte Altbauten. Vielerorts übernehmen Bauträger leerstehende, vernachlässigte Gründerzeithäuser, entkernen und sanieren sie, so der Verband Privater Bauherren (VPB). Was bislang unattraktiv war, lohnt sich jetzt: Die Nachfrage ist groß, Baugeld fast zinslos zu haben, und die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Altbauten erlaubt die lukrative Abschreibung.

Allerdings sind auch die baulichen Probleme oft gravierend. Immer wieder finden VPB-Sachverständige in den alten Mehrfamilienhäusern den Echten Hausschwamm. Seine Sanierung ist aufwändig und teuer, vor allem, wenn sich das Pilzgeflecht in den Bundwänden und Holzböden eingenistet hat. Dann müssen diese komplett ausgetauscht werden. Statische Probleme bereitet in manchen Häusern auch der Einbau von Aufzügen oder Dachterrassen. Problematisch sind gelegentlich auch die heutigen Brandschutzauflagen. Die Sanierung wirklich desolater Altbauten lohnt sich finanziell oft nur wegen der Abschreibung für vermietende wie auch für selbstnutzende private Bauherren, so der VPB.

Die Rechnung geht aber nur auf, wenn die Sanierung auch gelingt und die Besitzer nicht später ständig Geld für weitere Sanierungen nachschießen müssen. Käufer sollten sich deshalb beim Altbau nicht auf den Bauträger verlassen, sondern – alleine oder mit den anderen Eigentümern zusammen – einen unabhängigen Sachverständigen mit der laufenden Bau- und Qualitätskontrolle ihrer Immobilie beauftragen.

 

Verband Privater Bauherren (VPB) e.V., Bundesbüro
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Telefon: 030 2789010
Fax: 030 27890111
E-Mail: info@vpb.de
Internet: www.vpb.de


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